SCOPE Camp, Uncategorized - Written by ulrike on Sunday, October 17, 2010 22:45 - 3 Comments
The Art of Leadership - Management Training mit Pferden
Letzte Woche war ich bei Beate Haussmann und Michael Sauer auf ihrem Pferdehof im Moisburg, südlich von Hamburg. Beide kenne ich seit langem – noch aus den ersten Jahren des E-Learning (as times goes by …). Ich war zuvor schon ein paar Mal zu Besuch und durfte auch schon Mal reiten, aber eine der Mangement-Schulungen hatte ich bis dato noch nicht mit gemacht. Ich war also ganz gespannt: Zum einen auf die Pferde und mich, zum anderen auf das Thema “Leadership”, das mich ja in den unterschiedlichsten Facetten immer wieder beschäftigt.
Überrascht war ich, wie umgänglich diese Pferde waren, wie offen und ehrlich. Ich hatte keine Angst auf sie zuzugehen und konnte sie direkt ins Herz schliessen;-) Im Prinzip ist es wie mit meinen beiden Vierbeinern (Hunde) zuhause: Wenn du eine mentale “Verbindung” zu den Tieren herstellen kannst, dann klappt es. Oder umgekehrt gesagt: Wenn du nicht willst, dann wollen die Tiere auch nicht.
Und auf Leadership übertragen:
– es gibt immer mehrere Arten zu führen
– ohne wirkliches engagement und committment geht gar nichts
– man muss auch mal andere “führen” lassen
– den Rahmen vorzugeben, das ist wichtig, der Rest entwickelt sich innerhalb dessen von ganz alleine - die “art of letting go”.
Hier ein Zusammenschnitt inkl. Intro zu allen “Aufgaben”. Leider habe ich es nocht nicht geschafft, die Videos zu teilen – habe aber dafür zu den einzelnen Aufgaben (siehe unter dem Video) die Timecodes angegeben, vielleicht hilft das ja;-)
Unbekanntem begegnen: Ein Kennenlernen der besonderen Art.
Timecode: start 00:03:00
Sunny (gelb), der “Chef” der Gruppe hat mich gleich begrüßt und kam auf mich zu. Ich habe seine Einladung angenommen …
Meine Aufgabe war es, jedem Pferd einen Reif um den Hals zu legen, d.h. eine Aufgabe zu geben. Wenn die Aufgabe von den Pferden erfüllt ist, sollte ich den Reif wieder abnehmen.
Das Ganze hat knapp 12 Minuten gedauert, aber jedes der Pferde hat sich auf seinen Job eingelassen.
Führung erleben: Sich die Führungsrolle bewusst machen.
Timecode: start 00:10:30
Gestartet mit Sunny, der wirklich mein “Lieblingspferd” wurde, und dann auch später im Beisein von Lynn, war es kein Problem um die aufgebauten Hindernisse zu gehen. Die beiden sind mir bereitwillig gefolgt. Selbst noch als auf Lynn ein reiter saß.
Distanz und Nähe: Öffentliche, geschäftliche und persönliche
Distanzen.
Timecode: start 00:18:38
Winner, das ist das Pferd, auf dem ich Monate zuvor auch schon einmal geritten bin. Ein wirklich “Grosser;-)”.
Mein Job war es, ihn dazu zu bewegen, dass er mir erst angeleitet durch ein Führungsiinstrument (=Fahne) hinterher lief, dann an der Leine und dann frei.
Ziele erreichen: Barrieren überwinden.
Timecode: start 00:26:12
Und wieder mit meinem Liebling Sunny.
Die Barrieren haben wir alle recht mühelos überwunden, sind auch ans Ziel genommen, doch haben es nie wirklich erreicht - Sunny sollte über die rote Plane gehen.
Wie im richtigen Leben;-)
Führen aus dem
Hintergrund: Die Wirkung unterschiedlicher
Führungspositionen.
Timecode: start 00:29:35
Das ging bei mir überhaupt nicht;-)
Perspektiven verändern: Der integrale Ansatz zur Lösung von Aufgaben
und Problemen.
Timecode: start 00:31:30
Und zum Abschluß noch einmal eine Runde mit Winner - mir war, als hätte er mich verstanden … wenn auch manchmal zögerlich;-)
Und hier zum Abschluss mein berufliches take away dieser beiden Tagen: Alle Unternehmen - unabhängig von ihrer Mitarbeiterzahl - sollten diesen Managementkurs für ihre Mitarbeiter in Anbetracht ziehen, sofern sie ernsthaft darüber nachdenken, Enterprise 2.0 und die damit verbinden Werte und Tools in ihrem Unternehmen einzuführen:
Persönlich muß ich sagen, daß mir diese “Riesen-Vierbeiner” wirklich ans Herz gewachsen sind;-)
3 Comments
Gudrun Porath
Ein schönes Posting. Das Seminar hört sich spannend an, dieser Übertrag zu der Arbeit mit Pferden scheint beeindruckend zu sein. In meiner bescheidenen Führungslaufbahn habe ich auch einmal ein kleines Seminar mit meinem Team gemacht und mehrere als Führungskraft besucht - sehr wohltuend. Was einen natürlich zurückwirft ist wenn man einfach nicht hinterherkommt mit Changeansätzen weil die Entsprechende Infrastruktur nicht gegeben ist. Ein Ausweg könnte sein eine grooooße Herde Pferde ins Coaching zu holen!
P.S. ich bin empört das es einen anderen Sunny in deinem Leben gibt! ![]()
ulrike reinhard
Vielleicht war ja das genau der Grund warum es mein “Lieblingspferd” wurde;-)


Die Wirksamkeit des Trainings kann ich nur unterstreichen. Vielleicht sollte man auch noch darauf hinweisen, dass die Pferde das beste Beispiel dafür sind was passiert, wenn man Mitarbeiter “artgerecht hält” und ihnen viele Freiheiten lässt. Sie sind dann nicht nur leistungsfähig, sondern bleiben es auch bis ins hohe Alter. Die Tiere, die in dem Video zu sehen sind und in dem Training eingesetzt werden, sind weder dressiert noch jung, sondern im Gegenteil alle im reiferen Alter. Sie laufen in der Herde auf der Weide und sind vor allem draußen. Im Übrigen sehen sie auch ohne frisch gestriegelt zu sein absolut gesund und zufrieden aus.