DNAdigital, Uncategorized - Written by ulrike on Thursday, June 25, 2009 17:02 - 2 Comments
DNAdigital - Meine persoenlichen Gedanken dazu
Seit einem Jahr beschaeftige ich mich nun mit DNAdigital. Die Idee von Soeren Stamer junge, internetaffine Menschen mit Managern in Unternehmen zusammenzubringen ist gut und ich stehe nach wie vor voll hinter dieser Idee. Nur durch diesen Austausch, durch einen ernsthaften Dialog und Diskurs koennen wir Fortschritt erzielen. Als jemand, der diese community massgeblich mit aufgebaut hat und immer wieder durch neue Themen auch angeteasert hat, erlaube ich mir heute mal einen Blick hinter die Kulissen und lasse meinen Gedanken freien Lauf.
Gemeinsam haben wir einiges mit DNAdigial erreicht: wir haben …
- den IT-Gipfel etwas verjuengt und mit unserem Auftritt dort und unseren Themen dazu beigetragen, dass er auch ausserhalb der IT-Branche nicht nur als Lobby Veranstaltung der IT-Branche wahrgenommen wird
- eine community mit heute mehr als 600 Menschen geschaffen, die sich mehr oder minder rege austauscht ueber Themen, die Entscheider und Internetaffine gemeinsam interessieren
- ein Buch gemacht, das grosse Beachtung findet (das 2. (Politk) und 3. Buch (Bildung) sind bereits in der pipeline)
- und wir haben einiges an Veranstaltungen durchgefuehrt (webciety, Open Space, workshops u.a.)
Alles in allem wurde viel an positiver Energie freigesetzt, die ich gerne mitnehme und in weitere themenaehnliche Projekte einfliessen lasse. Denn wie gesagt: Soerens Idee ist stark und wie das feedback auf einzelne Projekte zeigt auch mehr als tragfaehig!
Dennoch, ich bin mit DNAdigital an einer Abzweigung angekommen.
Ich habe viel Kraft und Zeit aufgewendet, um den Leitsatz von Tim o’Reilly “Create more value than you capture” und die 2.0 Werte “Offenheit und Transparenz” in die Koepfe der Projekteitung und die der beteiligten Unternehmen bei DNAdigital zu bringen. Gleiches gilt fuer das erste DNAdigital spinn-off Palomar5. Das ist mir leider nicht zu meiner Zufriedenheit gelungen. Warum? Vielleicht lag oder liegt es daran, dass es von Anbeginn an versaeumt wurde, den Rahmen klar und deutlich zu definieren. Vielleicht liegt es auch an meiner zu hohen Erwartungshaltung, vielleicht bin ich zu ungeduldig … ich weiss es nicht.
Zu oft wurden nach meinem Empfinden egoistische, kommerzielle Interessen in den Vordergrund gestellt, DNAdigital als Plattform ausgespart und eben NICHT Offenheit, Transparenz und Partizipation praktiziert (die Beispiele moechte ich hier nicht im einzelnen aufzaehlen, aber es gab einige davon). Seitens der beteiligten Unternehmen gab es kaum Initiativen - ein tatsaechliches Interesse war eigentlich nur seitens der Telekom erkennbar - und dies eben auch nur zum Wohl der Telekom selbst und nicht zum Wohle des Netzwerkes als solches. So entstand fuer mich immer wieder der Eindruck, dass DNAdigital manchmal zu sehr “benutzt” als dass es zu einem lebendigen “2.0 - Experimentierfeld” gebraucht wurde. Eine Riesenchance, die die beteiligen Unternehmen NIE in ihrer vollen Bandbreite genutzt haben …
Ich werde meine gerade noch laufenden Projekte (Politikbuch, Bildungskongress, WikiTimes) auf der Plattform zu Ende bringen und dann sehen in welche Richtung meine DNAdigital Reise weitergeht …
Ich nehme das Positive mit und versuche das Negative im naechsten Anlauf “geringer” zu halten!
2 Comments
Helge Städtler » Blog Archiv » Ich bin kein “Digital Native”. - Thetawelle
[...] 1.7.2009 Soeben habe ich den Beitrag von Ulrike Reinhard gelesen: “DNAdigital – Meine persoenlichen Gedanken dazu”, darin zieht sie persönlich Bilanz über das Projekt DNAdigital. Kritisch analysiert sie: Ich habe [...]


Wie ich von Anfang an sagte ….
Anyway, beim Bildungsbuch und -kongress bin ich dabei. Vergesst aber nicht wieder Leonie. Alles zum Thema Bildung bzw. Schule 2.0 kompakt bei DNAdigital in der “Gruppe 10: Bildung und Web 2.0″ (http://www.dnadigital.de/networks/wiki/index.BildungWeb20). Und hier (http://knowledge-management.wikia.com/wiki/Schule_2.0), speziell mein Auswurf und meine Sammlung zum Thema - hab noch einiges in der Hinterhand.
Grüsse nach …. bist du schon in …
Boris - zwischen Schwarzwald und Vogesen am südlichen Oberrhein in der Europaparkregion