SCOPE_08 - Written by thefutureoflearning on Tuesday, October 7, 2008 13:53 - 0 Comments
SCOPE AG “Wissensmanagement”
Hier eine sehr interessante Zusammenfassung (von Christian Mertens, Gothaer Versicherung) der Punkte und Ergebnisse, die in der OpenSpace Arbeitsgruppe “Wissensmanagement” diskutiert worden sind:
- Thema eines Unternehmenswikis bei T-Systems Multimedia Solutions: Strategieentwicklung („strawiki“)-> unternehmensöffentlich, zunächst Pilotgruppe (siehe unten: „Käseglocke“), anschließend gesamte Belegschaft (700 beteiligt, 20-30 aktive User), mit Veto der Geschäftsführung
- Interne Führungs-Kommunikation wird nach „Außen“ in die Belegschaft getragen
- „Sprachgewohnheiten“ bei der Entwicklung und Kommunikation führ(t)en zu Missverständnissen
- Im WIKI muss immer wieder stark durch Führungskräfte „Kommunikationsverhalten“ vorgelegt werden
- Interaktion zwischen den Beteiligten zur Strategieentwicklung erfolgte in kleinen Schritten
- Nach Thesenbildung und (teilöffentlicher) Diskussion wurden zentrale Leitthesen verabschiedet und dann wieder zur Kommentierung freigegeben -> Weiterentwicklung der Strategie findet statt durch kleine Strategieteams
- Nebeneffekte:
- Identifikation von Experten, die keiner kannte
- Weniger eMailverkehr zum Gegenstand
- Projektdokumentation und Ergebnispräsentation findet im WIKI –auch und gerade während der Sitzungen- statt
- Beschleunigung von (Entscheidungs-)Prozessen
- Beteiligungskultur ist im Unternehmen unterschiedlich ausgeprägt
- Verhaltensprozesse werden langfristig angeregt – daher ist ein Commitment des Managements dringend erforderlich um Auswirkungen auf die Unternehmenskultur zuzulassen
- Wesentliche Besonderheit eines WIKIS ist die öffentliche Teilhabe an der asynchronen Entstehung der Entscheidung – das unterscheidet von klassischer Kommunikation
- Wissen wird wertvoll durch die Verbindung mit einem Menschen, einem „Wissenden“ – vom Repository zum Human Knowledge Database
- „Wiederbenutzer“ anstatt „Hinzufüger“ als notwendiges Selbstverständnis eines schreibenden Akteurs in einem Wissenssystem
- SAS: regelmäßige Newsletter zur Wissensdatenbank
- Frage: wie wurde das WIKI eingeführt?
- Zunächst Käseglocke, Erfahrungen gesammelt , dann vollständige Unternehmensöffentlichkeit: bisher Top-Down-Kommunikation
- Ursprünglich: Intranet Relaunch, Hauptanforderungen: Single Sign On, Wissenmanagement
- Entscheidung: Erwerb und Spiel (6 Personen) mit Enterprise-Wiki-Plattform (Testversion)
- Einweben von Standardarbeitsprozessen in Plattform, z.B. Meetingprotokolle
- Ausstrahlen der Möglichkeiten der Plattform auf andere Projekte (Nutzung in geschlossenen Themenfeldern)
- Idee, die fällige Entwicklung der Unternehmensstrategie im WIKI abzubilden
- WIKI wurde auf interne Bedürfnisse angepasst (Navigation, Corporate Design, inhaltliche Struktur, Schaffung von Standardisierten Spaces)
- Redaktionell betreutes Intranet wird sukzessive abgeschafft und ersetzt durch generisches Dashboard (individuelles abo-verfahren)
- Nach Einführungsphase verlagern sich Supportanfragen auf inhaltliche, strukturelle Fragen
- Etablierung von WIKI-Gärtnern zur Unterstützung der Funktionalitäten und inhaltliche Guidance, Pflege der wachsenden aber auch austrocknenden Gärten
- Etablierung persönlicher Spaces mit der Möglichkeit sich selber darzustellen, Skills zu dokumentieren, seine Position
- „Signals“ (rss-feed, blog-roll) als wichtiges, entscheidendes Element der Wahrnehmung von Veränderung in Wikis, Blogs oder Intranet
- Innovationstreiber
- Strukturelle, methodische, inhaltliche und prozessrelevante Anregungen können Bereichsübergreifend wirksam werden


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